Überregionale Schulleiterkongresse

Jedes Bundesland hat so seine eigenen Vorstellungen, wie Schulleiterinnen und Schulleiter unterstützt (und umsorgt) werden. Neben den üblichen bezirk- oder landesweiten Dienstversammlungen gibt es Fortbildungen und Vortragsangebote, Newsletter oder spezielle Serviceseiten für Schulleiter im Internet.
Überregional ist die Zahl der Veranstaltungen speziell für Schulleiter recht übersichtlich, wenngleich nicht unumkämpft.
Eine Übersicht:

Der Platzhirsch

Neu und nicht gerade leis tritt in der Runde der überregionalen Schulleiterveranstaltungen der „Deutsche Schulleiterkongress“ (DSLK) auf, der im kommenden Februar zum dritten Mal stattfindet.
Von 1200 Teilnehmern mit 50 Referenten im ersten Jahr bewegt sich der DSLK jetzt auf die 2000er-Marke zu bei jetzt 80 Referenten. Damit ist es die größte Veranstaltungen für Schulleiter im deutschsprachigen Raum. Gerade jetzt im dritten Jahr wird sich zeigen, ob die Qualität der ersten Jahre gehalten werden könnte. (Ich freu mich, dann auch dabei zu sein.) Der DSLK findet jährlich im Frühjahr statt.

International

Die „größte internationale Fachtagung im deutschsprachigen Raum“ nennt sich das „Schulleitungssymposium“ (SLS), dass im vergangenen September zum sechsten Mal unter der Regie von Prof. Stephan Huber stattfand. Als Tagungsort hat sich mittlerweile Zug (CH) etabliert. Das aktuelle Programm las sich wie ein Who-is-Who und verdeutlicht, warum hier von einer „internationalen“ Fachtagung gesprochen wird: die Schweiz und Österreich werden hier (anders als beim DSLK) mitbetrachtet und Vorträge und Workshops sind in der Vorkonferenz, dem Internationalen Seminar, und im Hauptprogramm auch in englischer Sprache.
Dieses Schulleitungssymposium hat 2004, 2005, 2006, 2009, 2011 und 2013 stattgefunden.

Konkurrenz – wirklich?

In direkter Konkurrenz, nämlich am gleichen Wochenende im September und nur 400km entfernt, fand das „Bamberger Schulleitungssymposium“ (BSLS) statt. Das Programm ist im Vergleich zu den anderen beiden Kongressen etwas kleiner, wartet in den Vorträgen und vor allem in den Workshops mit vielen konkreten Themen auf. Das Bamberger Symposium findet alle zwei Jahre in den ungeraden Jahren statt. In 2013 war es bereits das 11. seiner Art.
Partner ist das Kieler Schulleitungssymposium (KSLS), das in den geraden Jahren stattfindet, also wieder im September 2014. Die Kieler werden dann zum sechsten Mal tagen. Es mag meiner lokalen Verbundenheit geschuldet sein, aber hier finde ich die einfachste und schnellste Dokumentation der Vorträge und Workshops.
Die Bamberger und Kieler haben in 2006 eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Die jeweiligen Veranstaltungen sind gut durchdacht und dank ihrer übersichtlichen Größe entspannte Termine.

Im Westen was Neues

Schließlich gibt es noch den 1. Dortmunder Bundeskongress für Schulleitungen, der im Mai 2014 stattfinden wird. Auch wenn er sich als „1. Kongress“ als junges Mitglied in der Runde ausgibt, so ist er doch Nachfolger von fünf Schulleitungskongressen, die die Deutsche Akademie für Pädagogische Führungskräfte in einem anderthalbjährigen Turnus seit 2005 durchgeführt hat. Die kommende Tagung hat den gleichen Titel wie in 2012 „Handwerkszeug für Schulleitungen“.

In der Übersicht buhlen also 5 Kongresse bzw. Symposien überregional um Schulleiter:
Mitte Februar (jährlich): Deutscher Schulleiterkongress in Düsseldorf
September (alle zwei Jahre): Bamberger Schulleitungssymposium
September (alle zwei Jahre): Kieler Schulleitungssymposium
September (ca. alle zwei Jahre): Schulleitungssymposium in Zug (CH)
Mai 2014 (Rhythmus 1,5Jahre?): Dortmunder Bundeskongress Schulleitung

Als Regionen sind Nord, Süd und West vertreten. Konkurrenz ist vereinzelt spürbar.
Und jetzt? Genau: warten wir doch mal ab, wann es einen großen überregionalen Schulleiter-Kongress in der Region Ost (Berlin? Potsdam?) geben wird.

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