Rezension: Logicomix

Super – genau mein Ding. Logicomix: Ein Comic mit einer Geschichte im Spannungsfeld von Mathematik und Philosophie.
Was für ein Genuss!
Ein Buch für Mathematiker? – Auf jeden Fall.
Ein Buch für Philosophen? – Ja, durchaus!
Und wenn man nicht Mathe und Philo studiert hat oder in der Schule in Mathe nicht gut war? – Doch, auch dann immer immer noch lesbar, denn selbst der Autor sagte im Tagesspiegel:

Als ich jünger war, hasste ich Mathematik. (Aber in meinem 14. Lebensjahr entwickelte ich eine plötzliche Liebesaffäre mit der Mathematik.)

Zur Geschichte:Hauptfigur der Geschichte ist Bertrand Russel, der während eines Vortrags von seiner Jagd nach absoluter Wahrheit erzählt und dabei auf Wahnsinn, Frauen, Krieg, Frieden und allerhand berühmte Mathematiker und Philosophen (Wittgenstein, Frege, Hilbert, Gödel, Whitehead, Poincaré, Cantor, …) trifft. Zwischendurch berichten die Autoren des Comics im Comic über sich und die Geschichte. Da Selbstreferenz auch Thema das Buches ist, ist auf mehreren Ebenen ein großer Spaß. Natürlich können die mathematisch-philosophischen Probleme nicht in ihrer Tiefe behandelt werden. Aber wen kümmert das? [Nur die ewig-beleidigten „Neee, so darf man das aber nicht sagen!“-Miesepeter.]
Zum Buch Logicomix gibt es eine eigene (englischsprachige) Internetseite, die die 5-jährige Entstehung und Hintergründe zusammenstellt. Ebenfalls hinguckenswert!
Wer diese Rezension bis hierhin liest und immer n0ch denkt, dass das vielleicht interessant sein könnte – wer also vor (wunderschönen!) mathematisch-philosophischen Fragen, die in ein Comic verpackt sind, nicht zurückschreckt, sondern sich vielleicht sogar hingezogen fühlt: der sollte Logicomix von Doxiadis/Papadimitriou lesen.
350 Seiten dick und ’s kostet €24,90.

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